Das sind Googles Empfehlungen für Webseitenbetreiber

Google predigt schon lange, dass bei der Optimierung von Webseiten der Nutzer an erster Stelle stehen muss. Kein Wunder also, dass sich viele Webseitenbetreiber fragen, wie wichtig die User Experience für ein erfolgreiches Ranking in den Suchergebnissen von Google ist und ob die Nutzererfahrung einen direkten Einfluss auf die Auffindbarkeit der Website hat.

Google betont immer wieder die große Bedeutung der User Experience. Der Suchmaschinengigant empfiehlt, bei der Webseitenerstellung die Bedürfnisse des Nutzers in den Fokus zu stellen. Als Webseitenbetreiber sollen Sie Ihre Seite nicht optimieren, um besser zu ranken, sondern um Besuchern ein positives Nutzungserlebnis zu bescheren. Nur so können Sie laut Google eine langfristige Beziehung zu Webseitenbesuchern aufbauen und dafür sorgen, dass sie gerne wieder auf Ihre Firmenhomepage zurückkehren.

Ist die User Experience ein Rankingfaktor?

Google sagt ganz klar, dass die User Experience kein Rankingfaktor ist. Das Nutzererlebnis hat zwar einen großen Einfluss auf die Ranking-Erstellung, ist aber kein Rankingfaktor im klassischen Sinne. Das Verhalten der User ermöglicht es Google lediglich, Rückschlüsse auf die Qualität der Seite zu ziehen.

Nehmen wir an, Ihre Firmenhomepage kann die Besucher begeistern. Dann werden sie sich auf der Seite genauer umschauen und auch gerne wieder dorthin zurückkehren. Das bedeutet: Ihre Seite kann mit positiven Nutzersignalen bei Google punkten, was wiederum relevant für das Ranking ist. Nur gibt es eben nicht den einen direkten und klaren Zusammenhang zwischen Usererlebnis und Ranking. Vielmehr sucht Googles künstliche Intelligenz nach Merkmalen, die auf eine positive Nutzererfahrung hinweisen.

Wichtig für eine positive User Experience sind zum Beispiel:

  1. eine optimale Bedienbarkeit auf allen Endgeräten durch Responsive Design
  2. kurze Ladezeiten
  3. mobile Optimierung
  4. eine logische und intuitive Nutzerführung
  5. relevante, einzigartige und hochwertige Inhalte passend zur Suchintention der User

Mit welchen Kennzahlen kann Google die User Experience messen?

Die User Experience zu messen, gestaltet sich recht schwierig. Dennoch nennt Google verschiedene Kennzahlen, die Anhaltspunkte liefern können – dazu zählen unter anderem:

Verweildauer (Time on Site)

Hier wird gemessen, wie lange Besucher auf Ihrer Webseite verweilen. Bleiben die Nutzer längere Zeit, spricht das im Allgemeinen dafür, dass die Seite die Erwartungen der Webseitenbesucher erfüllen kann.

Seitenaufrufe (Page Views)

Die Kennzahl der Page Views beschäftigt sich damit, wie viele Unterseiten Ihrer Website pro Besuch aufgerufen werden. Auch hier sind mehr Seitenaufrufe in der Regel besser, da der User auf den Unterseiten weiterführende und für ihn interessante Informationen vorzufinden scheint.

Absprungrate (Bounce Rate)

Springt ein Webseitenbesucher von Ihrer Seite direkt wieder zurück, dann bedeutet das meist nichts Gutes. Vermutlich ist er dann auf Ihrer Seite nicht fündig geworden und versucht bei der Konkurrenz sein Glück.

Weitere wichtige Kennzahlen sind unter anderem der Anteil wiederkehrender Besucher sowie die Conversion Rate – also die Anzahl an Webseitenbesuchern, die eine Aktion tätigen oder zu Kunden werden. Bitte beachten Sie jedoch unbedingt, dass alle Kennzahlen mit Vorsicht zu genießen sind. Die Werte sind immer relativ zu sehen und müssen im Kontext interpretiert werden.

Eine kurze Verweildauer muss zum Beispiel nicht zwangsläufig heißen, dass Ihre Firmenhomepage eine schlechte User Experience aufweist. So kann es sein, dass der Besucher einfach sehr schnell die gewünschte Information findet – zum Beispiel Ihre Öffnungszeiten oder Kontaktdaten. Er hat deshalb keinen Grund, länger auf Ihrer Website zu bleiben, verlässt die Seite aber mit einem positiven Eindruck und kehrt zu einem späteren Zeitpunkt gerne wieder zurück.

Welche Faktoren einer Seite sind für die User besonders wichtig?

Mobile First:

Die Mehrheit der täglichen Suchanfragen bei Google wird mittlerweile mit mobilen Geräten gestellt. Kein Wunder also, dass der Suchmaschinenriese empfiehlt, bei der Gestaltung der Website nach dem Prinzip „Mobile First“ vorzugehen. Überprüfen Sie zum Beispiel, ob alle Buttons mit dem Finger leicht angeklickt werden können oder ob sie für die Touch-Bedienung zu eng beieinander stehen.

Nutzererwartungen erfüllen und Konventionen einhalten:

Bei der Webseitengestaltung kommt es nicht darauf an, eine besonders ausgefallene Seite zu erstellen, betont Google. Viel wichtiger ist, dass die Besucher sich intuitiv auf der Seite zurechtfinden und dass bewährte Standards und die Nutzererwartungen erfüllt werden.

Möglichst kurze Ladezeiten:

Eine schnelle Webseite ist essenziell, wenn es um die Kundengewinnung geht. Lädt Ihre Website zu lange, dann springen die ersten Besucher schnell wieder ab. Insbesondere mobile User sind ungeduldig und wollen Inhalte schnell abrufen.

Wichtiges muss schnell ersichtlich sein:

Webseitenbesucher haben es eilig. Wichtige Dinge wie Telefonnummer, Öffnungszeiten etc. sollten deshalb im sichtbaren Bereich („above the fold“) zu finden sein. Achten Sie zudem darauf, dass die Schrift auf allen Endgeräten ausreichend groß und die Lesbarkeit durch Farbkontraste gewährleistet ist.

Fazit

Die User Experience ist zwar kein direkter Rankingfaktor, spielt aber indirekt eine wesentliche Rolle für den Erfolg Ihrer Firmenhomepage. Ein hervorragendes Nutzererlebnis führt zu zufriedeneren Webseitenbesuchern und damit schlussendlich zu einem besseren Ranking. Folglich gilt es, Ihre Webseite so zu gestalten, dass sich User rundum wohlfühlen und leicht auf der Seite zurechtfinden.


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