Die User Experience spielt beim Erfolg Ihrer Unternehmenswebsite heutzutage eine sehr große Rolle. Statistiken zeigen, dass rund 88 Prozent der Besucher eine Website nicht mehr erneut anklicken, wenn sich die Seite als nicht benutzerfreundlich herausstellt. Das Ziel muss es deshalb sein, eine Internetpräsenz zu erstellen, die Besucher anzieht, ihr Interesse aufrechterhält und User schnell das finden lässt, wonach sie gesucht haben.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt also in der Optimierung der User Experience. Einen großen Anteil daran hat auch das Design Ihrer Website. Es kann zu einem positiven Erlebnis Ihrer Seite beitragen. In unserem Beitrag möchten wir uns deshalb den Designtrends widmen, die in diesem Jahr eine wichtige Rolle bei der Webseitengestaltung spielen.

Diese 10 Designtrends sollten Webseitenbetreiber im Jahr 2022 kennen!

1. Mobile First und Anpassungsfähigkeit

Die Zahl der mobilen Internetnutzer steigt von Tag zu Tag weiter. Mehr als die Hälfte des Traffics auf kommerziellen Webseiten stammt bereits heute von mobilen Geräten. Wichtig ist deshalb, dass bei der Webseitengestaltung mobilen Nutzern Priorität eingeräumt wird.

Ein wichtiger Aspekt im Rahmen der mobilen Nutzung ist die Anpassungsfähigkeit Ihrer Website an die unterschiedlichen (mobilen) Geräte. So gibt es nicht nur verschieden große Bildschirme, sondern zum Beispiel auch rahmenlose Handys oder Smartphones mit abgerundeten Ecken. Wichtig ist, dass Ihre Website auf jedem mobilen Gerät mit einer hohen Qualität hinsichtlich Funktionalität und Betrachtungskomfort überzeugt. Die Anpassungsfähigkeit ist selbstverständlich alles andere als ein neuer Trend in der Optimierung der User Experience. Doch die heutigen Anforderungen werden immer größer.

2. Sprachsteuerung und Sprachsuche

Die Sprachsuche ist alltäglich geworden und ihre Beliebtheit nimmt immer weiter zu. So ist die Verwendung von Sprachassistenten wie Alexa und Siri bei Weitem kein neuer Trend mehr. Neu jedoch sind sprachgesteuerte Benutzeroberflächen (VUI – Voice User Interface). Moderne Technologien für maschinelles Lernen bieten hier viele verschiedene Möglichkeiten einer Interaktion mit der Seite. In Zukunft wird es darum gehen, Elemente auf der Website zu identifizieren, mit denen User mit ihrer Stimme interagieren können, und hier entsprechende Möglichkeiten anzubieten.

3. Dark Mode

Der Dunkelmodus hat sich bereits im Jahr 2020 etabliert. Neu in diesem Jahr ist, dass sich dieser Trend über mobile Anwendungen hinaus auf Desktop-Geräte ausweiten wird. Und auch die Zahl der Webseiten mit alternativen Designoptionen wird wachsen. Die Webseitenbesucher können dann den Farbmodus wählen, der ihnen am besten gefällt. Dark Mode bedeutet übrigens nicht gleich immer „schwarzer Bildschirm“. Auch Farben wie Braun, Dunkelgrün oder Dunkelblau sind denkbar.

Gründe, warum der Dunkelmodus so beliebt ist:

• einzelne Details können besser hervorgehoben werden
• der Akku des mobilen Geräts wird geschont
• der Dark Mode ist angenehmer für die Augen

4. Mikrointeraktionen

Mikrointeraktionen sind eine hilfreiche Methode zum Aufbau einer Interaktion mit dem Webseitenbesucher. Es handelt sich dabei um kurze Ereignisse, die dazu dienen, Usern in ihrer Interaktion mit Webseiten Feedback zu geben. Diese kleinen Animationen sind ein großer Gewinn für die User Experience.

Mikrointeraktionen …

• erfreuen die Besucher und heißen sie auf der Seite willkommen
• regen zu Interaktionen an
• lassen ein technisches Produkt menschlicher erscheinen
• rufen Emotionen hervor und lassen Besucher länger auf der Seite verweilen

Beispiele für Mikrointeraktionen:

• spürbare Reaktionen bei mobilen Anwendungen
• Reaktionen auf Benutzeraktionen (z. B. das Anklicken eines Buttons)
• Visualisierung des Ladevorgangs der Seite
• animierte Übergänge

5. Platzierung der Navigation

Wichtige Überlegungen im User-Experience-Design sind die Fragen, wo die Navigation platziert wird und wie sie erreicht werden kann. Klassischerweise wird die Navigation oben auf einer Webseite angesiedelt. Bei mobilen Geräten wird so jedoch das Erreichen mit dem Daumen erschwert.

In diesem Jahr werden wir vermehrt Experimente mit der Platzierung der Navigation erleben. Für eine vereinfachte mobile Nutzung wird beispielsweise die Navigation näher an den unteren Bildschirmrand gerückt. Auch Hybridlösungen sind denkbar, bei denen sich die Navigation oben befindet, es aber im unteren Bereich Buttons für die relevantesten Unterseiten gibt. Wichtig ist, dass die Navigation sowohl schnell gefunden wird als auch leicht bedient werden kann!

6. Kreative Scroll-Erlebnisse

Das Scrollen auf Webseiten war früher ein Mittel zum Zweck. Heute soll es zu einem aktiven und ansprechenden Erlebnis werden. Der User wird durch den Besuch auf einer Website auf eine Reise mitgenommen. Dafür denken sich die Designer immer einfallsreichere Scroll-Erlebnisse aus. So können durch das Scrollen zum Beispiel immer mehr Teile einer Website enthüllt werden oder die Elemente im Hintergrund verändern sich mit der Bewegung. Ziel dieser fantasievollen Gestaltung ist es, den Besucher zu begeistern und länger auf der Seite zu halten.

7. Neue Schriftarten

Webseitenbesucher sind es schnell leid, immer die gleichen klassischen Schriftarten auf Webseiten zu sehen. Da verwundert es kaum, dass sich die Typografie-Vorlieben jedes Jahr ändern. Seit dem Jahr 2020 ging der Trend dazu, mehrere Schriftarten gleichzeitig auf einer Seite zu verwenden. 2022 wird sich das ändern – es wird vermehrt ein einheitlicher Stil angestrebt. Das Ziel wird sein, sich von bekannten Schriftarten zu entfernen und etwas Originelles und zugleich Praktisches für die User zu wählen.

8. Mehr 3D-Elemente

Mit 3D-Elementen werden Webseiten noch interessanter. So können zum Beispiel bestimmte Bereiche auf der Seite noch stärker herausgestellt oder hervorgehoben werden. Eine solche einzigartige visuelle Gestaltung spricht Webseitenbesucher an und führt dazu, dass sie länger auf der Seite verweilen.

3D-Elemente …

• erregen Aufmerksamkeit
• verbessern die Usability
• ergänzen das Design
• verleihen der Seite Originalität

9. Inclusive Design

Das Ziel des Inclusive Designs ist es, Webseiten für möglichst alle Menschen zugänglich zu machen – unabhängig von eventuell vorhandenen Einschränkungen. Auch wenn bereits viele gute Ansätze existieren, liegt hier noch viel Potenzial. Grundsätzlich sollte auch geprüft werden, ob User sich aufgrund ihrer Identität oder Herkunft ausgeschlossen fühlen könnten. So müssen im Inclusive Design auch geschlechterfokussierte Sprache und ethnische Diversität mit bedacht werden.

10. Augmented und Virtual Reality

Augmented und Virtual Reality sind längst nicht mehr nur im Gaming-Bereich zu finden, sondern auch auf Webseiten angekommen. So werden Kunden zum Beispiel virtuelle Ausstellungsräume geboten oder Webseitenbesucher können durch Augmented Reality ein Produkt an- bzw. ausprobieren. Auch in Zukunft wird sich in diesem Bereich viel tun.

Fazit

Im Jahr 2022 steht das Nutzererlebnis im Fokus des Webseitendesigns. Sowohl Webseitenbesucher als auch -betreiber können sich auf viele neue, spannende und kreative Lösungen freuen!


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